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Wanderung Curzutt - Hängebrücke - Sementina (46/2019)

Routen-Beschreibung

Wanderung Curzutt - Hängebrücke - Sementina

Infos

Total: Wanderzeit: 2h45 Bergauf: 310 m Bergab: 660 m Länge: 4.8 km
Alternative Rundwanderung: Wanderzeit: 2h20 Bergauf: 350 m Bergab: 350 m Länge: 4.5 km

Wanderkarten:

1:50 000 Val Vercasca 276 T

Schwierigkeitsgrad

T1/T2

Region

Tessin

Saison

Mitte März bis Mitte November

Charakteristik

Spätherbstwanderung im Tessin mit vielen Sehenswürdigkeiten und einer spektakulären Hängebrücke

Route:

Curzutt (602 m) - San Bernardo (618 m) - Hängebrücke (685 m) - Sementina (253 m)

Alternative Route: Curzutt (602 m) - San Bernardo (618 m) - Hängebrücke (685 m) - Curzutt (602 m)

Routenbeschrieb

Die alte Siedlung Curzutt beweist, dass die Menschen früher mehrheitlich nicht auf der Magadinoebene lebten, sondern die höheren Lagen bevorzugten.
Der Ausflug führt zur kleinen romanischen Kirche San Bernardo mit ihren wertvollen Fresken. Die Überquerung der 270 m langen Hängebrücke, eine der
längsten der Schweiz, verspricht einen Adrenalinkick und eine tolle Aussicht.

„Tibetische Brücke“,

ist eine neue Hängebrücke, welche den Hang von Sementina mit jenem oberhalb von Monte Carasso verbindet. Die Überquerung bietet 130 m oberhalb des Baches, auf einer wackeligen Länge von 270 m, eine tolle Aussicht.
Sicherheitsbedenken sind unnötig: Die Hängebrücke besteht aus festen Lärchenholzplanken und wird von Metalldrähten gehalten. Rechts und links verhilft ein Geländer zu mehr Stabilität beim Laufen.

Quellen:

Tipp von Toni und Homepage Ticino

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Die Kirche San Bernardo: 

Die Kirche San Bernardo steht in einer Waldlichtung hoch über Monte Carasso, auf rund 600 m ü.M.. Heute wirkt sie abgelegen, doch in früheren Zeiten, als die Siedlungen im Hügelland eine wichtige volkswirtschaftliche Rolle spielten, gehörte sie zum Gemeindeleben. Einige Siedlungen im Hügel- und Berggebiet, darunter das nahe Curzutt, waren bis im 18. Jahrhundert von etlichen Familien das ganze Jahr bewohnt. Das erklärt das Vorhandensein einer Kirche, nicht nur einer schlichten Kapelle oder eines Oratoriums, in dieser abgeschiedenen Lage.
Der Ursprung der Kirche San Bernardo geht gemäss den archäologischen Nachforschungen im Jahr 1972 auf die Schwelle des 11./12. Jahrhunderts zurück. Das romanische Bauwerk wurde gleichzeitig mit einer Kirche in der Ebene errichtet, die den Heiligen Hieronymus und Bernhardin gewidmet ist und eine ähnliche Grösse und Gestaltung aufweist. San Bernardo ist keinesfalls ein zweitrangiges Gotteshaus, das im Sommer wenigen Familien auf den Maiensässen zu dienen hatte, sondern eine echte Kirche für die damals ständigen Bewohner der höher gelegenen Siedlungen.
Der erste Bau, mit rechteckigem Schiff und halbrunder Apsis, wurde gegen Ende des 14. Jahrhunderts mit einem Fresko der Thronenden Madonna verschönert, 1427 malte ein unbekannter Künstler geistliche und weltliche Bilder an die südliche Kirchenwand. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts wurde das Schiff verlängert, die Vorhalle angefügt und vermutlich auch der Glockenturm errichtet .
Dank der zusätzlichen Flächen hatten die Maler wieder zu tun, zudem mussten einige verblasste Fresken ersetzt werden. Der Auftrag wurden der Luganeser Werkstatt von Cristoforo und Nicolao da Seregno zugesprochen, die im Tessin bis 1480-90 emsig tätig war. Im 16. Jahrhundert gab es weitere Neuheiten: auf der Südseite wurde eine Kapelle angebracht, der Portikus ebenfalls mit Fresken geschmückt, die alte Apsis abgebrochen und durch eine neue ersetzt (wenige Jahre später ebenfalls mit Malereien verziert). Ab dem 17. Jahrhundert gab es keine tiefgreifenden Eingriffe mehr, als hätte die Kirche etwas von ihrer Bedeutung eingebüsst. Die letzten Restaurierungsarbeiten an den Fresken wurden in den Jahren 1972-74 durchgeführt.
Der Fassade ist ein Portikus vorgelagert, in dem die Malereien aus dem Jahr 1582 zu bewundern sind; (Himmelfahrt, Gottvater, rechts die Heiligen Bernhardin und Magdalena , links Mauritius (oder Viktor) und der Kirchenpatron San Bernardo. Gläubige und Wanderer haben ebenfalls ihre Spuren hinterlassen . An der Südwand ein riesiger Christophorus (Ende 14. Jh.), hinter der Kirche das Beinhaus.
Das architektonische Gesamtbild wirkt eher nüchtern, doch der reiche Freskenschmuck an allen Wänden fällt sofort ins Auge. An der Gegenfassade ist eine Grablegung Christi mit Engeln und Heiligen zu sehen. Links vom Eingang elegante Figuren: Mamete, die Drachentöterin Margherita, Guido mit der Dattelpalme, rechts Sebastian mit Pfeilen und Schwert, Nazar und Celsus. Die Gemälde entsprechen der Malweise der Seregnesi, es handelt sich wahrscheinlich um Votivbilder.
An der Nordwand prangt ein Letztes Abendmahl, das wie die Heiligen auf der linken Seite Cristoforo da Seregno (1450) zugesprochen werden. Die Sorgfalt bis in alle Einzelheiten und der Bezug zur örtlichen Wirklichkeit (Flusskrebse, Kirschen) kommen hier sehr schön zur Geltung.
Die interessanten Monatsbilder tragen die Jahreszahl 1427. Das Bild eines Bischofs, vielleicht Eusebius, ist einige Jahre später entstanden. Der Chor wurde 1607 mit Fresken geschmückt: eine grosse Kreuzigung, Szenen aus dem Leben des heiligen Bernhard, am Bogen eine Verkündigung, im Gewölbe Evangelisten und Kirchenlehrer.
An der Südwand sind weitere Heilige zu sehen, über dem Portal das Martyrium der heiligen Apollonia (etwa 1480, Nicolao da Seregno zugeschrieben) und eine Stillende Gottesmutter aus dem 14. Jahrhundert . Die Seitenkapelle enthält Szenen aus dem Leben des heiligen Nikolaus und einige Heiligenfiguren (1565). Sehr interessant ist das Bild mit einer Gruppe von Heiligen , das wahrscheinlich ebenfalls von Cristoforo da Seregno gemalt wurde.
Es folgen der heilige Bernhard, der den Teufel an Ketten hält, Liberata als Schutzheilige der Gebärenden, Defendente, Lucia, Stefan und Helene (Votivbild aus der Werkstatt der Seregnesi).
Schlüssel: beim Gästehaus in Curzùtt erhältlich.

Quelle: https://www.ticino.ch

Routenplan & Höhenprofil

Quelle: SchweizMobil

Verpflegung

Startkaffee

Restaurant Curzútt

6513 Monte Carasso

Tel: +41 91 835 57 24

curzutt@gastrosos.ch

http://www.curzutt.ch

 

(Auch Mittagessen, wenn wir nur die kurze Rundwanderung machen)

Mittagessen

Hotel Cereda

Via Locarno 10

6514 Sementina

Tel +41 91 851 80 80

www.hotelcereda.ch

 

 

ODER wenn wir die alternative Rundwanderung wählen

Route Alternativ

Mittagessen

Restaurant Curzútt

6513 Monte Carasso

Tel: +41 91 835 57 24

curzutt@gastrosos.ch

http://www.curzutt.ch

 

Fahrplan

Hinfahrt:

Ab 07:00 Bern - Gl. 8 (IR 15 2507, Richtung: Luzern) - An 08:01 Luzern - Gl. 4
Ab 08:18 Luzern - Gl. 7 (IC 663, Richtung: Locarno) - An 08:51 Arth-Goldau - Gl. 5
Ab 09:05 Arth-Goldau - Gl. 6 (IC 2 1463, Richtung: Lugano) - An 09:57 Bellinzona - Gl. 2
Ab 10:05 Bellinzona, Piazzale Stazione (BUS 2 2027, Richtung: Giubiasco, Stazione) - An 10:16 Monte Carasso, Urènn/Funivia
Dauer: 3 h 21 min

Selbstbediente Seilbahn nach Carzutt

Rückfahrt

Ab 15:37 Sementina, Via Locarno (BUS 2 2064, Richtung: Bellinzona, Piazzale Stazione) - An 15:53 Bellinzona, Piazzale Stazione
Ab 16:02 Bellinzona - Gl. 1 (IC 21 684, Richtung: Basel SBB) - An 17:41 Luzern - Gl. 7
Ab 18:00 Luzern - Gl. 8 (IR 15 2532, Richtung: Genève-Aéroport) - An 19:00 Bern - Gl. 3
Dauer: 3 h 23 min

wenn alternative Rundwanderung mit Seilbahn ab Curzutt

SBB-Fahrplan

Fotogalerie

Druckversion

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Inhaltsverzeichnis

Neu: alle detaillierten Tourenkarten in diesem handlichen Führer sind mit einem QR-Code ausgestattet, über den Sie die Karten unterwegs auf Ihrem Handy bis zum Masstab 1:10’000^anschauen oder zu Hause ausdrucken können. (In Zusammenarbeit mit SchweizMobil)

Mit dem Vorwort von Thomas Widmer

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