Rundwanderung Heiden AR - Oberegg - Heiden AR (Chindlisteinweg)

Kalenderwoche 06/2018 | Freitag, 9. Februar 2018

Routen-Beschreibung

 

Rundwanderung Heiden AR - Oberegg - Heiden AR

Total

Totale Wanderzeit: 3h15 Bergauf/Bergab: 370 m / 370 m Länge: 9.4 km
Vor dem Mittag: 1h50 Bergauf/Bergab: 210 m / 110 m Länge: 4.8 km
Nach dem Mittag: 1h25 Bergauf/Bergab: 160 m / 260 m Länge: 4.6 km

Karten

1:50 000 Arbon 217T

Schwierigkeitsgrad

T1

Region

Ostschweiz

Saison

1 - 12

Charakteristik

Aussicht vom Bodensee bis zum Säntis auf naturbelassenem, mystischen Rundwanderweg mit speziellen Kraftorten

Beschreibung

Route:

Heiden (804 m) - Chindlistein (920 m) - Raspeln (948 m) - Hirschberg (889 m) - Oberegg (899 m) - Risi (1005 m) - Heiden (804 m)

Beschreibung

Der Chindlistei liegt auf 940 m Höhe und besteht aus Sandstein. Auf dem Stein sind ältere und neuere Zeichen erkennbar, ebenso Vandalismus der Neuzeit. Bruchstellen belegen,
dass hier Stein abgebaut wurde. Als Besonderheiten sind zu nennen: Drei tiefe und lange Rinnen, mehrere Stufentritte, eine Rutschbahn sowie eine halbmondförmige Schale
auf dem Fels. Vielleicht wurde mittels der Rinnen Steinmehl für Heilzwecke oder Harz gewonnen.

Teufels- und Hexenkanzel

In der Volkstradition ist der Felssporn als «Tüfelskänzeli» oder auch «Hexenkänzeli» bekannt. Diese Bezeichnungen stammen aus der Zeit der Appenzeller
Hexenverfolgung (14. bis 17. Jahrhundert). Den Frauen wurde Schadenzauber und Teufelsbund vorgeworfen. Solche Versammlungsorte sind auch bei der Teufels-
kanzel oder beim Chindlistein zu vermuten.

Herkunft der Kinder

Zum Chindlistei gibt es eine Volkserinnerung. So sollen kleine Kinder in Zeiten der Gefahr in zwei Höhlungen der Westwand versteckt worden sein. Jedoch zeigen die Rutsch-
bahn, der Name Chindlistei und die Höhlen, dass hier einst die kleinen Kinder geholt wurden. In einem Ritual der Wiedergeburt rutschten oder sassen Frauen auf einem
Ahnenstein, um eine Kinderseele spirituell zu empfangen. Ein solcher (Hochzeits-) Brauch wird im Kloster St.Gallen vor mehr als 1000 Jahren bei den Alemannen er-
wähnt.

Sagen vom kleinen Volk

Oft lebt eine ältere Bevölkerung in der Erinnerung der Sagen weiter. Sie erscheint als Wilde Leute oder Kleines Volk. Im Appenzellerland sollen im Brüeltobel beim Sämtisersee Kleine Leute in einer Höhle
gewohnt haben. In dieser sah man noch um 1860 einen Opferstein. Waren auch die Teufelskanzel und der Chindlistein alte Opfersteine? Interessant ist, dass die Sage von
einer Hebamme, einem Kind und einer Geburt berichtet. Alte Motive, die vielleicht auch beim Chindlistei von Rasplen eine Rolle spielen.

Natur oder Menschenhand / Unteraltenstein

Der Schalenstein liegt auf 888 m Höhe und besteht aus Sandstein. Der anstehende Fels erscheint wie ein kleiner Berg. Auffallend sind die vielen und recht grossen Schalen sowie
die Verbindungsrinnen zwischen den Vertiefungen. Die Schalen sind durch Auswaschung entstanden, zeigen aber wie die Rinnen Bearbeitungsspuren durch Menschenhand. Ent-
sprechende Schalensteine entdecken wir oft auf den Fluren Altenstein, Rasplen und Strich. Sie dienen unter anderem als Markierungen im Gelände.

Zeitzeugen in Stein / Strich

Schon vor 100 Jahren war der Stein mit seiner steilen Flanke bekannt. Im 1. Weltkrieg wurde das Profil eines Soldaten eingeritzt. Zahlreiche Monogramme sowie Vandalismus
sind erkennbar. Zur ältesten Zeitschicht gehören die lange Rutschbahn, die eingehauenen Tritte sowie verschiedene Kerben an der oberen Kante. Der älteste schriftliche
Beleg eines Rutschsteines der Region stammt aus dem 18. Jahrhundert. Es handelt sich um die Schwalmenplatte im Klusbach unweit von Strich.

Aussichtspunkt Bellevue

Bellevue heisst der Hügel über dem Schwimmbad Heiden. Ein Teil des Gasthauses Waldruh-Bellevue fiel 1915 einer Feuersbrunst zum Opfer. Der «Eiffelturm» neben dem Gasthaus Waldruh-Bellevue war
für Einheimische und Gäste ein beliebtes Ausflugsziel. Er verschwand bereits Jahre vorher. Geniessen Sie hier den Panoramablick.

Quelle:

Textauszug aus dem Flyer vom Appenzellerland

Blog von Thomas Widmer >>>>

Chindlisteiweg PDF hier >>>>

(Wir wandern nicht genau diesen Weg)

Routenplan & Höhenprofil

Quelle: SchweizMobil

Verpflegung

Startkaffee:

Restaurant Krone

Kirchplatz
9410 Heiden
Tel. +41 71 890 03 94
Natel +41 79 429 10 11

http://restaurant-krone-heiden.ch/

 

Mittagessen:

Gasthaus Metzgerei Ochsen

Dorfstrasse 30
9413 Oberegg, AI

Ruhetage: (SO-Nachmittag und MO)

Tel:  +41 71 891 16 82
info@ochsen-oberegg.ch

www.ochsen-oberegg.ch

 

 

 

 

Fahrplan

Hinfahrt:

Ab 07:02 Bern - Gl. 2 (IC 807, Richtung: Romanshorn) - An 08:33 Winterthur - Gl. 5
Ab 08:37 Winterthur - Gl. 4 (IR 2251, Richtung: St. Gallen) - An 09:18 St. Gallen - Gl. 2
Ab 09:23 St. Gallen, Bahnhof - Gl. J (BUS 120 12028, Richtung: Heiden, Post) - An 09:58 Heiden, Post
Dauer: 3 h 1 min

Rückfahrt

Ab 15:28 Heiden, Post (BUS 120 12083, Richtung: Engelburg, Dorfplatz) - An 16:04 St. Gallen, Bahnhof - Gl. C
Ab 16:25 St. Gallen - Gl. 1 (IC 728, Richtung: Genève-Aéroport) - An 18:28 Bern - Gl. 5
Dauer: 3 h 5 min

 

SBB-Fahrplan

Fotogalerie

Druckversion

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Neu: alle detaillierten Tourenkarten in diesem handlichen Führer sind mit einem QR-Code ausgestattet, über den Sie die Karten unterwegs auf Ihrem Handy bis zum Masstab 1:10’000^anschauen oder zu Hause ausdrucken können. (In Zusammenarbeit mit SchweizMobil)

Mit dem Vorwort von Thomas Widmer

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